Neue jüdische Synagoge in Regensburg vor dem Richtfest

Seit kurzer Zeit ist das Dach fertig: Die Bauarbeiten an der neuen jüdischen Synagoge in Regensburg schreiten voran. Kommende Woche wird Richtfest gefeiert.

Die jüdische Gemeinde in Regensburg ist die älteste in Bayern. Fast 80 Jahre nach der Zerstörung ihrer Synagoge durch die Nationalsozialisten erhält sie nun ein neues Gebetshaus. Am Mittwoch feiern Gemeindemitglieder, Förderer, Geldgeber und Freunde das Richtfest des fünf Millionen Euro teuren Baus. Er befindet sich auf dem Grund, auf dem die frühere Synagoge stand – inmitten der Regensburger Altstadt und unweit des Doms.

„Im Moment sieht es sehr gut aus“, sagte Ilse Danziger, die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, einige Tage vorher. Gerade würden die Fenster eingebaut, auch das hölzerne Kuppeldach sei fertig. „Alles genauso, wie wir es uns für das Richtfest gewünscht haben.“ Direkt an den Synagogen-Neubau schließt sich der Altbau des Gemeindezentrums an. Der hatte die NS-Zeit überstanden. Hier befinden sich unter anderem die Büros und Versammlungsräume der Gemeinde. Der Altbau wird für 2,5 Millionen Euro saniert, die Verwaltung ist vorübergehend in ein Nachbargebäude umgezogen.

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