Eine einladende Wiedergutmachung

500 Jahre nach der Zerstörung der alten und 80 Jahre nach der Zerstörung der Jugendstil-Synagoge durch die Nationalsozialisten wird nächste Woche die neue Regensburger Synagoge eröffnet.

Wenn Rabbi Josef Chaim Bloch die drei Thorarollen aus dem Schrein nimmt, sie unter Gesängen in den neuen Gebetsraum bringt, dann wird Gott Zeuge, dass der Mensch bereuen kann. 500 Jahre ist es her, dass der Mob die Juden aus der Freien Reichsstadt Regensburg vertrieb, das jüdische Ghetto und die Alte Synagoge dem Erdboden gleichmachte. 80 Jahre ist es her, dass am Abend des 9. November 1938 die Regensburger Feuerwehr dem Judenhass freien Lauf und eine weitere Synagoge den Flammen überließ. Auf Anweisung von NS-Oberbürgermeister Otto Schottenheim durften nur umliegende Gebäude am Brixener Hof inmitten der historischen Altstadt gelöscht werden. So überlebte das Gemeindehaus, das bis heute besteht. Nun bekommt es einen neuen Nachbarn: Am kommenden Mittwoch wird die neue Synagoge mit neuem Gemeindezentrum eingeweiht.

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